19.08.2015 – KN – Workshop in Rahmen der Aktionstage – Die Selbstbestimmung Geflüchteter im Schatten freiwilliger humanitärer Hilfe

Datum: 19. August 2015
Ort:  Konstanz , Infotent im Cherisy-Areal (Schürmann-Horster Weg)
Uhrzeit: 16Uhr – 19 Uhr
Veranstalter: R4R – Refugees for Refugees
Referent: Rex Osa
Weitere Informationen: hier klicken (Link öffnet sich in neuem Fenster/Tab, dort findet sich auch eine Anmeldemöglichkeit)

Aus der Einladung:

„Der starke Ruf nach freiwilliger humanitärer Hilfe und deren stetige Zunahme als direkte Konsequenz öffentlicher Flüchtlingstragödien wie Lampedusa, stellt ein großes Risiko für die Selbstbestimmung von Flüchtlingen in Deutschland dar.

Natürlich ist humanitäre Hilfe durch Ehrenamtliche wünschenswert, doch nicht in diesem Ausmaß in dem der Staat eine aktive Rolle in der Koordination der verschiedenen, überall enstehenden Helferkreise übernimmt. In dem der Staat die Hilfe der Bürger instrumentalisiert und sich selbst dem Problem der Integration entzieht, werden die Flüchtlinge wieder zu Opfer paternalistischer Behandlung und der Abspeisung mit einer „verschönerten“ Isolation in den Lagern und Heimen.

Der Workshop wird zunächst die vergangene Entwicklung in der Situation der Geflüchteten nachzeichnen, um dann auf den Höhepunkt der andauernden humanitären einzugehen, welche auch hier in Deutschland eine schwierige Situation für der Flüchtlinge darstellt. Es soll diskutiert werden, wie sich die Geflüchteten praktische humanitäre Hilfe vorstellen könnten.“

„FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“

Oberbürgermeister Uli Burchardt und weitere RednerInnen warben heute Abend auf dem Münsterplatz in Konstanz für Weltoffenheit und Toleranz. Der Konstanzer Gemeinderat verabschiedete bereits in seiner Sitzung am 19. Juli 2012 die Konstanzer Erklärung „FÜR eine Kultur der Anerkennung und GEGEN Rassismus“.

Die Erklärung im Wortlaut und Bilder von der heutigen Demonstration mit etwa 2.000 TeilnehmerInnen gibt es hier:
http://www.konstanz.de/rathaus/medienportal/mitteilungen/07471/index.html

RednerInnenliste – 28.01.2015

Liste der RednerInnen der Demonstration am 28. Januar 2015 um 17:00 Uhr

  • Ein Vertreter der Stadt (je nachdem wie lange OB Uli Burchardt bei einem vorherigen Termin aufgehalten wird, wird er oder Bürgermeister Andreas Osner sprechen)
  • Universitätsrektor Ulrich Rüdiger
  • Minia Joneck – Jüdische Gemeinde
  • Dekan Hermann-Eugen Heckel – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und
  • Vertreter des Runden Tisches für die Begleitung von Flüchtlingen
  • Vertreter/in der Moschee-Gemeinde
  • Marion Mallmann-Biehler – save me

Aufruf zur Demonstration am 28. Januar 2015 um 17:00 Uhr

Wann: 28. Januar 2015 – 17:00 Uhr
Wo: Vorplatz Konzil
Verlauf: durch die Altstadt – Kundgebung ca. 18 Uhr auf dem Münsterplatz

Eine offene, freie und demokratische Gesellschaft ist keine  Selbstverständlichkeit. Sie ist eine permanente Aufgabe für uns alle.

Auf der einen Seite haben die grausamen terroristischen Anschläge in Paris die Gesellschaft Europas erschüttert. Sie sind als brutaler Angriff auf die Meinungsfreiheit, Meinungsvielfalt und Religionsfreiheit unserer Demokratie zu sehen. Den Menschen soll mit roher Gewalt Angst gemacht werden. Dies alles mit dem Ziel, die abstruse Ideologie der Attentäter umzusetzen. Religion wird hierbei als Deckmantel dieser Ideologie missbraucht. Auf der anderen Seite bedienen sich in Deutschland und Europa rechtsgerichtete Kräfte der Ängste der Bürger, um ihrerseits ihrer Ideologie Auftrieb zu verschaffen. Schutzbedürftige Menschen werden hier teilweise pauschal als Kriminelle diffamiert und mit Verbrechen in Verbindung gebracht, deren Opfer sie eigentlich sind.

All dies stellt eine Gefahr für unsere Demokratie und die Werte des Zusammenlebens unserer Gesellschaft dar und es bedarf uns Bürgerinnen und Bürger, um für unsere Demokratie einzustehen und diese zu schützen.

Die Konstanzer Erklärung mahnt uns: Auch in Konstanz gibt es Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz.

Da für uns klar ist, dass es in unserer Stadt keinen Bereich geben darf, in dem unser Grundgesetz außer Kraft gesetzt wird, werden wir am 28. Januar ein Zeichen für Offenheit und Toleranz, sowie Meinungs- und Religionsfreiheit setzen. In einem breiten Bündnis aus Religionsgemeinschaften, Organisationen der Zivilgesellschaft und Parteien rufen wir alle Konstanzerinnen und Konstanzer dazu auf, die Vielfältigkeit und Menschlichkeit unserer Stadt in einer bunten Kundgebung zu demonstrieren.

Buendnispartner Konstanz ist buntUnterstützt von*:

  • Aktionsbündnis Abschiebestopp Konstanz
  • amnesty international Ortgruppe Konstanz
  • Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Konstanz
  • AStA Uni Konstanz
  • be welcome
  • Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Konstanz
  • Bürgergemeinschaft Petershausen
  • CDU Konstanz
  • CSD am See
  • Die Linke Kreisverband Konstanz
  • Evangelische Hochschulund Studierendengemeinde Konstanz
  • Fachschaft Wirtschaftswissenschaften Uni Kn
  • FDP Konstanz
  • Friedensinitiative Konstanz
  • Freie Grüne Liste Konstanz
  • Freie Wähler Konstanz
  • GEW
  • Grüne Hochschulgruppe Konstanz
  • Grüne Jugend Konstanz
  • Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“
  • Jüdische Gemeinde Konstanz
  • Julis Konstanz
  • Junge Europäische Föderalisten – Konstanz
  • Junges Forum Konstanz
  • Juso Hochschulgruppe Konstanz
  • Jusos Konstanz
  • Katholische Hochschulgemeinde Konstanz
  • Lokale Erasmus Initiative Konstanz
  • LHG Konstanz
  • Linke Liste Konstanz
  • Ring Politischer Jugend Konstanz
  • save me Konstanz
  • SPD Konstanz
  • terre des femmes
  • verdi
  • Vereinigung der Verfolgten des NaziregimesBund der Antifaschisten
  • WinD (Weltwärts in Deutschland, Regionalgruppe Konstanz) Hochschulgruppe

*) Stand der unterstützenden Organisationen: 22. Januar, 23:30  Uhr

Materialien:

Konstanz ist bunt - Demoplakat Demobanner Konstanz ist bunt

Externer Link: flattr-badge-large